Rezension | Petra Durst-Benning - Die Blütensammlerin

Dienstag, Mai 16, 2017

Hallo ihr Lieben,
Ich melde mich auch mal wieder ^^. Mittlerweile seid ihr das ja von mir gewohnt, dass ich mich immer mal wieder eine Weile nicht melde. Ich würde gerne Besserung versprechen, aber das kann ich leider nicht.
In der Zwischenzeit habe ich allerdings wieder 3 oder 4 Bücher gelesen und heute soll es um eines davon gehen: Die Blütensammlerin von Petra Durst-Benning. Es handelt sich hierbei um die so genannte Maierhofener-Reihe und soweit ich weiß ist das der dritte und letzte Teil.



Titel: Die Blütensammlerin
Autor: Petra Durst-Benning
Verlag: blanvalet
Seitenzahl:512
Genre: Liebesroman
ISBN: 978-3734100123
Preis: 9,99 € [D]


"Die Träume des Winters sind die Blumen des Frühlings ...

Nach ihrer Trennung soll Christine entweder aus ihrem Haus ausziehen oder ihren Mann auszahlen. Wer aber gewährt einer Hausfrau Ende vierzig ein Darlehen oder stellt sie ein? Doch die Maierhofener Frauen halten zusammen und helfen Christine, ihr Haus in ein Bed & Breakfast umzuwandeln. Und sie wird Single-Wochenenden ausrichten, an denen man nicht nur das Landleben, sondern auch neue Menschen kennenlernt. Sogar Marketingexpertin Greta ist begeistert: Im Juni findet doch der große Kochwettbewerb statt – und wie wäre es, wenn Christine ein Team zusammenstellte, das daran teilnimmt? So könnte jeder Topf seinen Deckel finden …" (Quelle).



Zur Weihnachtszeit habe ich den zweiten Teil der Maierhofener Reihe "Das Weihnachtsdorf" gelesen und war damals sehr angetan, auch ohne den ersten Band gelesen zu haben. Den habe ich mittlerweile zwar auf meinem Sub, aber immer noch nicht gelesen. Dennoch bin ich sehr gut in die Geschichte reingekommen, ich kann euch also versichern, dass der Einstieg sehr leicht und gelungen ist.
Es geht diesmal um die Ende vierzigjährige Christine, die von ihrem Mann Herbert verlassen wurde und der auch ihre beiden Töchter den Rücken zugekehrt haben. Zu allem Überfluss taucht Herbert auch noch ständig unangekündigt mit fiesen Drohungen auf und stellt Christine schließlich vor das Ultimatum: Aus dem Haus ausziehen oder ihn auszahlen. Christine will auf keinen Fall das Haus aufgeben, aber ohne Job lässt sich das nicht so einfach erledigen und auch die Jobsuche ist nicht gerade erfolgreich.

Glücklicherweise kommt Christines Cousine Greta auf die tolle Idee, dass sie aus ihrem Haus ein Bed& Breakfast machen könnte. Christine beschließt, diese Idee umzusetzen und hat schon in kürzester Zeit einige Anfragen von zukünftigen Gästen. Außerdem kann sie doch Single-Wochenenden ausrichten. Da ist es doch auch recht naheliegend, dass Christine eine Kochwoche für Singles ausruft, die als Gruppe bei dem diesjährig in Maierhofen stattfindenden Kochwettbewerb teilnehmen. Als es dann endlich so weit ist und die einzelnen Gruppenmitglieder anreisen ist es dann doch nicht ganz so idyllisch wie gedacht. Die Frührentnerin Viktoria ist verbittert und integriert sich nicht. Renzo ist ziemlich ambitioniert und will unbedingt gewinnen. Luise sieht es eher ruhig und gelassen. Willi ist ruhig und spricht nicht viel. Noelle ist zwar Feinkost-Einkäuferin, aber ihr geht das Gerede über Essen ziemlich auf die Nerven. Reinhardt ist eigentlich nur als Ersatz kurzfristig eingesprungen und der Grieche Apostoles schaut ziemlich tief ins Glas. Dennoch rauft sich die Truppe zusammen und jeder hat eine gewisse berührende Geschichte oder einfach nur tolle Eigenschaften.
 
Das Buch ist wirklich wunderbar warmherzig und total toll geschrieben. Wer noch keine Bücher von Petra-Durst Benning gelesen hat: Nur zu! Der Schreibstil ist wirklich etwas ganz ganz wunderbares. Sie schreibt sehr detailreich und wertschätzend. Alle Charaktere in dem Roman wurden auf eine gewisse Weise wertgeschätzt und nicht total niedergemacht, so wie es teilweise vielleicht auch gerechtfertigt wäre. Dazu passt folgendes Zitat auch sehr gut: "Erst durch das Zusammenspiel der unterschiedlichen Arten wird solch ein Strauß lebhaft. Eine Margerite in einem Strauß voller Margeriten würde nicht zur Geltung kommen. Ein ganzes Büschel Schafgarbe wäre öde, aber als Unterstützung für die anderen Blüten ist sie sehr hilfreich. Und niemand würde auf die Idee kommen, einen Strauß Johanniskraut zu pflücken, weil diese Pflanze eine ganz andere Bestimmung hat. Ob bei den Blüten oder bei den Menschen - wir tun gut daran, wenn wir die Besonderheiten eines jeden akzeptieren, ohne ihn verbiegen oder in eine uns genehme Form pressen zu wollen."

Auch hat man jeden Charakter recht gut kennengelernt und so die wichtigsten Eckdaten für seine Art und seine Handlungen erfahren. Das liegt sicher auch teilweise daran, dass es Passagen aus der Sichtweise der meisten wichtigen Haupt- und Nebenrollen gibt und man so wirklich auch eine Einblick in die Gedanken und Gefühlswelten bekommt.
Manch einer der Kandidaten hat die Liebe gefunden, andere haben dafür erkannt, was in ihrem Leben schief läuft und was sie ändern sollten. Fast alle Charaktere durften die Maierhofener Magie spüren und haben einen Wandel durchlebt. 
Allerdings muss ich leider sagen das mir das Geschehen zeitweise sehr langweilig vorkam und nichts wirklich packendes, spannendes passierte. Dadurch fehlte mir einfach so das gewisse Etwas und ich hatte nicht diesen extremen Drang unbedingt weiterlesen zu müssen wie bei manchen Büchern. Das liegt zum Teil aber wahrscheinlich auch einfach am Genre, da Liebesromane bzw. Romane über Freundschaft und Liebe von etwas reiferen Damen und Herren einfach nicht wahnsinnig actionreich sind.



Der Schreibstil und die Handlung sind sehr schön geschrieben und wunderbar detailreich, dennoch fehlte mir einfach eine gewisse Portion Spannung, weshalb ich den Roman mit 4 von 5 Sternen bewerte. Ich kann ihn dennoch guten Gewissens weiterempfehlen.


Kennt ihr die Romane von Petra Durst-Benning? Wie findet ihr speziell diese Reihe? 
* Dieses Buch wurde mir freundlicherweise kostenlos vom
bloggerportal zur Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür!

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